Baukultur vor Ort erleben: Leitweg Bauen in Emmersdorf

© Wgw
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Bei einem architektonischen Spaziergang durch Emmersdorf freute sich der Verein Welterbegemeinden über viele interessierte Besucher.

Wie prägt Baukultur das Erscheinungsbild der Wachau – und worauf kommt es an, wenn sich Orte weiterentwickeln? Diesen Fragen widmete sich am 24. Juni ein weiterer „Leitweg Bauen“ des Vereins Welterbegemeinden Wachau. Gemeinsam mit Architekt Prof. Dr. Christian Abrihan ging es diesmal durch Emmersdorf.

Christian Abrihan hat selbst an der Erarbeitung des Leitbilds Bauen im Weltkulturerbe Wachau mitgewirkt. Bei den vom Verein Welterbegemeinden Wachau organisierten Leitwegen vermittelt er dessen Inhalte direkt vor Ort, anhand konkreter Gebäude, Straßenzüge, Materialien, Farben und Sichtbeziehungen wird sichtbar, was die Wachauer Baukultur ausmacht und wie bestehende Strukturen behutsam weiterentwickelt werden können. Gemeinsam mit Bürgermeister, Vizebürgermeister, Gemeinderät:innen und dem Welterbebüro führte der Rundgang entlang der Hauptstraße durch den Ort bis zur Magdalenenkapelle, wo unterschiedliche Gebäude und Gestaltungsformen gemeinsam zu betrachtet und zu diskutiert wurden. Anschließend ging es hinauf in Richtung Aquädukt. Auf halber Höhe eröffnete sich ein besonderer Blick über die Donau auf das gegenüberliegende Stift Melk. An diesem Beispiel wurde deutlich, welche Bedeutung Sichtachsen, Landschaft und markante Bauwerke für das charakteristische Erscheinungsbild der Wachau haben.

Ein besonderer Abschluss in der Magdalenenkapelle

Eine weitere Station des Leitwegs war die Magdalenenkapelle. Dort gab Anna Pritz Einblicke in die Geschichte und Erhaltung dieses besonderen Bauwerks. Mit großem persönlichem Engagement hat sie über viele Jahre zur Bewahrung der Kapelle beigetragen, Informationen und historische Unterlagen gesammelt und sich auch finanziell für deren Erhalt eingesetzt. Unter anderem konnten Fresken aus dem 15. Jahrhundert freigelegt werden. Der Erhalt des kulturellen Erbes lebt nicht nur von Fachwissen und öffentlichen Maßnahmen, sondern auch vom Engagement der Menschen vor Ort.

Ihren gemütlichen Ausklang fand die Veranstaltung in den Ausstellungsräumen unter der Kapelle bei Brot und Wein.